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Jeudi 15 mai 2008

Samedi  17 mai 2008 à 20:00 heures au Cube 521 à Marnach


Trio Fado


Trio Fado interpretiert mit Bravour berühmte Fados aus dem Portugal verschiedener Epochen.

 

Maria Carvalho            Gesang

Antonio de Brito          Gesang/Gitarre

Daniel Pircher  Portugiesische Gitarre

Benjamin Walbrodt      Cello

 

Trio Fado bedeutet Melancholie und Sehnsucht zu genießen. Trio Fado interpretiert mit Bravour berühmte Fados aus dem Portugal verschiedener Epochen.

Die voluminöse rauchige Stimme von António de Brito, in Kontrast zur weichen Stimme von Maria Carvalho und die für den Fado unverzichtbare Guitarra Portuguesa, gespielt von Daniel Pircher, waren die ursprüngliche Besetzung. Inzwischen gehört auch Benjamin Walbrodt mit seinem Cello fest dazu.

 

Biographie Maria Carvalho


Maria Carvalho wuchs zusammen mit fünf Geschwistern in einem Dorf nahe Porto auf. Damals war in Portugal sowohl traditionelle-, als auch Popmusik fester Bestandteil des Alltags. Singen war eine natürliche Form des Ausdrucks der Menschen.

Um der Enge der Verhältnisse zu entgehen nahm Maria nach der Schulzeit Au-Pair-Stellen in London

und Paris an, bis es sie schließlich nach Berlin verschlug, wo sie bis heute lebt. Hier bekam sie auch ihren Sohn Lucas, die -wie sie sagt- schönste Erfahrung ihres bisherigen Lebens.

Mit der Zeit wurde die Sehnsucht nach Portugal immer stärker. Durch die Begegnung mit António de Brito, der schon länger in Restaurants und bei Festen portugiesische Lieder sang, fand auch Maria Carvalho eine Möglichkeit, durch den Fado-Gesang die Verbindung zu ihrer Heimat aufrecht zu erhalten.

Wenn sie beim Singen die Augen schließt, läßt sie die Bilder der Erinnerung passieren und das Publikum durch ihren Gesang daran teilnehmen.

             

Biographie Daniel Pircher


Daniel Pircher wurde 1972 in Berlin geboren. Mit zehn Jahren zog er nach Portugal und erlernte dort mit elf Jahren das spielen der Gitarre. Drei Jahre später im Alter von 14 Jahren gründete er seine erste Rockband mit der er ausschließlich eigene Lieder spielte und sang.

Im gleichem Alter spielte er außerdem den Bass für die Plattenproduktion (Amor Perfeito) seines Vaters ein.

Sein Vater Armin Pircher beschäftigte sich damals ebenfalls sehr mit der portugiesischen Musik und spielte Flöte und Gitarre in diversen beheimateten Formationen.

Dieser Einfluß seines Vaters führte dazu, daß auch an seinem Sohn Daniel Pircher die portugiesische Musik nicht spurlos vorbeigegangen ist. So zog es ihn trotz diverser Rock und Pop Formationen letztendlich zur portugiesischen Musik.

1996 formierte sich die Gruppe Filhos da madrugada in der er klassische Gitarre spielte, sie löste sich 1998, kurz nach Veröffentlichung der ersten CD "o andarilho continua" wegen unterschiedlicher musikalischer Vorstellungen wieder auf.

Nach dieser, seiner ersten portugiesischen Formation, widmete er sich ab Sommer 1998 intensiv der mongolischen Musik und erlernte den traditionellen Obertongesang. Zur gleichen zeit hatte er ein kleines Label, produzierte elektronische Musik und veröffentlichte diverse Techno-Sampler.

2000 begann er neben der klassischen auch die portugiesische Gitarre zu spielen welche er in der 2001 gegründeten Gruppe Fado Incorporated aus der dann später das Trio Fado entstand, zum Einsatz brachte.


Biographie Benjamin Walbrodt


Benjamin Walbrodt wurde auch 1972 in Berlin geboren. Allerdings erst im September. Nach musikalischer Früherziehung verlangte er schon in seinem 5.Lebensjahr nach einem Cello und bekam daraufhin nicht nur ebensolches, sondern auch noch zusätzlich Violoncellounterricht. Nebenher komponierte er kleine Skizzen, die bedauerlicherweise nicht erhalten geblieben sind.

Es regte sich schon früh ein immer stärker werdender Wunsch dem geheimnisvollen Bann der Musik auf die Spur zu kommen, dessen verinnerlichtes Bedürfnis ihn bis heute nicht mehr losgelassen hat. Aufgrund der Erfahrungen die dann folgen sollten, angefangen vom Zusammenspiel in seiner musikalischen Familie über Jugendorchester und Quartette, schlug er zunächst den Weg einer klassischen Hochschulausbildung ein.

Er studierte Violoncello im Hauptfach an der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber “ Dresden und am Konservatorium "Nikolai Rimskii-Korsakov “ St. Petersburg. Dieses Studium schloß er dann mit einem Orchesterdiplom ab.

Er arbeitete im klassischen Sinfonie-Orchester des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters.
Doch Klassik allein macht nicht glücklich! So trat der Cellist neben seinen Klassik-Engagements schon vor seinem Diplom-Abschluß in allen denkbaren Formationen und Stilrichtungen auf: Solo, im russischen Folklore-Duo mit Juri Sosnovski: von "Ach, Odessa“ über "Ochi Chornie“ bis "Tschistie Prudie“, mit der Jazz-Funk-Band und Metal-Formation, einer Art Country-Blues-Band,in der Dreigroschenoper mit Shelly Kupferberg, mit dem Melodiaorchester Dresden (einem 30er Jahre Schlagerorchester), im Free-Jazz Duo bzw. Trio mit Emil Hachfeld und Jan Heinke, in Gospel-Formation,einer Tango- und einer Tori Amos-Coverband, in Dresdener Tanztheaterproduktionen, wie Ariadne auf Naxos, Filmproduktionen: Schnapphahn und Kallaputschni (von Thilo Schimenz), Fernsehproduktionen des Kroatischen Rundfunks beim upbeat Insel-Festival auf Hvar,mit diversen Neue Ernste Musikensembles, Kammerorchester, Quartette, Quintette, wie z.B. "La revue de la cuisine“. Er unternahm Konzerttourneen nach Israel, Schweiz, Italien und mit über 1000 Cellisten beim Cellissimo Grandissimo für ein Erdbeben-Benefizkonzert in Kobe, nach Japan an dem auch Ehemalige der Zwölf Cellisten der Berliner Philharmoniker teilnahmen. Die dabei entstandenen Einflüsse bereicherten stetig und nachhaltig seinen Stil und seine Ideen.

Seine Musikproduktionen für Kinder: "Barbar, der kleine Elephant“, "Karneval der Tiere“, "Die kleine Gitarre“ erschien im Kein Tag ohne Musik Verlag Hamburg.

Das innerlich weiter gehegte Verlangen nach dem besonderen Musikausdruck und dem Musikerlebnis schlechthin, ließen ihn dann sowohl auf Daniel Pircher, als auch auf die eigene Formsprache wiedertreffen. Durch die Gründung des Extravagante-Duos wurden dann die Einflüsse kanalisiert und neue Varianten möglich. Erweitert auch in Zusammenarbeit mit den Berliner Fado-Sängern Maria de Lurdes und Antonio de Brito . Das Ergebnis: Klangfreude pur und ein besonderer Hang zum Ausdruck eines extravaganten Lebensgefühls. Eine Kostprobe davon bietet die CD mit der wunderbaren Erzählung von Jorge Amado "Der Gestreifte Kater und die Schwalbe Sinha“ (erschienen im PATMOS Verlag), zu der die Gruppe
Extravagante zusammen mit Maria Carvalho die Musik einspielte .

Auf einer weiteren CD "In dieser einen stillen Nacht“, begleitet Benjamin Walbrodt mit dem Cello Geschichten und Gedichte, die von Petra Kelling, Dieter Mann, Otto Mellies, Ulrich Mühe und Otto Sander erzählt werden.

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